Südwestkorso 11a, 12161 Berlin

Fachbereich Zahnheilkunde

FORL

FORL (Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen) ist eine äußerst schmerzhafte, degenerative Zahnerkrankung. Es ist tatsächlich eine der häufigsten und schmerzhaftesten Katzenkrankheiten überhaupt. Mittlerweile ist sehr viel darüber bekannt, nur an der genauen Ursache wird weiter geforscht. Man geht von einer Störung des Kalziumhaushaltes aus. Auf jeden Fall weiß man, dass sogenannte Osteoklasten (körpereigene Zellen, die zum Knochenabbau fähig sind) die Zähne, genauer gesagt das Dentin, angreifen. Es kommt zu immer größeren Läsionen am Zahn bzw. an der Zahnwurzel. Bei FORL (teilweise auch nur „RL“ genannt) handelt es sich nicht um Karies; ursächlich sind keine Bakterien verantwortlich für die allmähliche Zerstörung des Zahnes und seines Halteapparates.

Das tückische an dieser Erkrankung ist das schwierige Erkennen. Oft leben Katzen jahrelang unbemerkt mit den Schmerzen, da sie diese meist uneindeutig oder gar nicht zeigen.

Eine klare Diagnose kann nur der Tierarzt bzw. die Tierärztin stellen. Voraussetzung ist die Möglichkeit zum dentalen Röntgen. Zähne, die bei Betrachtung unter Umständen tadellos aussehen, zeigen erst im Röntgenbild die teilweise bereits stark fortgeschrittenen Auflösungen.

Als anerkannte Therapie gilt zur Zeit nur die komplette Extraktion der betroffenen Zähne. Extraktion heißt hier allerdings nicht „Zähne ziehen“. FORL-Zähne lassen sich in den allermeisten Fällen nicht einfach ziehen. Der Begriff „Ausgraben“ der teilweise schon abgebrochenen Wurzeln beschreibt diese Tätigkeit am ehesten.
Teilweise muss ein Zugang durch den Kieferknochen gebohrt werden um vorhandene Wurzelreste sicher zu entfernen.
Zum Schluss wird eine Zahnfleischnaht angelegt um eine Verunreinigung durch Futter zu verhindern.

FORL betrifft nicht einzelne Zähne. Wenn eine Katze an FORL erkrankt ist, sind grundsätzlich alle Zähne beteiligt. Allerdings oft in unterschiedlichem Ausmaß. Außerdem: Katzen können sehr gut ohne Zähne leben auch wenn es für uns Menschen schwer vorstellbar ist.

Vereinbaren Sie einen Termin! Ich berate Sie gerne bei uns in der Praxis.

Hermann Schlüsing

Zahnstein

Statistisch sind Erkrankungen an Zähnen und am sogenannten Zahnhalteapparat (Strukturen, die den Zahn stützen) die häufigsten Erkrankungen, die wir in der Praxis sehen. Und das sowohl beim Hund als auch bei der Katze.
Vor allem Zahnstein und Plaque verursachen schwere Schäden.
Gingivitis (Entzündung des Zahnfleisches), Parodontitis (allmähliche Zerstörung des parodontalen Gewebes) sind die Folge.
Damit kann es zur Lockerung der Zähne und anschließendem Zahnverlust kommen. Alles verbunden mit erheblichen Schmerzen.

Um das zu vermeiden sind sorgfältige Zahnreinigung und Politur in Narkose empfohlen.

Menü schließen